Heutzutage würde man wohl eher Dresscode dazu sagen. Die Bekleidung bei Training hat sich über Jahrzehnte nicht verändert und lehnt sich an die traditionelle japanische Bekleidung der Kampfkünste an. Dabei gibt es nur wenige Elemente in der Bekleidungsvorschrift.
Das Keiko-Gi ist die traditionelle japanische Trainingsbekleidung, wie man sie von vielen Kampfkünsten her kennt (Karate, Judo, Kendo oder Jiu-Jitsu um nur einige zu nennen). Dabei kann sich die Namensgebung für die Bekleidung aufgrund der Disziplin ändern. Auf das Aikido bezogen, verwendet man häufig den Begriff Aikido-Gi oder simpel und einfach Gi. Die Farbe des Gi spielt zunächst keine Rolle. So tragen die verschiedenen Disziplinen unterschiedliche Farben und Farbkombinationen. Dominierend sind dabei die Farben schwarz und weiß. Das Keiko-Gi setzt sich aus einer Jacke (Uwagi), einer Hose (Zubon) und dem Gürtel (Obi) zusammen.
In den meisten Kampfkünsten, so auch im Aikido, gibt es ein Graduierungssystem. Je höher ein Schüler im Rang kommt, desto dunkler wird seine Gürtelfarbe. Mittrainierende können erkennen, wie weit der Trainingspartner fortgeschritten ist und ihre Technik dahingehend anpassen. Der Gürtel wird so gebunden, dass er sich zweimal um die Hüfte wickelt, wobei sich der Gürtel beim Wickeln nicht überkreuzen darf. Zusammengehalten wird der Gürtel mit einem Knoten. Bei diesem Knoten schauen beide Gürtelenden zur Seite heraus mit der Knotenspitze nach rechts.
Eine spezielle Trainingsbekleidung, die man u.a. im Aikido wiederfindet, ist der Hakama. Der Hakama ist ein japanischer Hosenrock, der über dem Keiko-Gi getragen wird. Der Hakama hat vorne fünf Falten und hinten zwei. Dies soll die sieben Tugenden des Bushido symbolisieren. Im Aikido tragen die Meister einen schwarzen Hakama. Den Schülern ist es freigestellt, einen weißen Hakama über dem Keiko-Gi zutragen.